Virenschutz für das iPhone – macht es Sinn?

Ist ein Virenschutz fürs iPhone sinnvoll oder eher unnötig? Diese Frage beantworten wir in dem folgenden Artikel.

Antivirus-Software ist für das  iPhone kaum verfügbar, dafür gibt es einige gute Gründe. Wir klären, wie sicher iOS denn nun wirklich ist.

Frage 1: Wie sicher sind die iOS Apps?

  • Kurz gesagt, die iOS Apps sind sehr sicher. Sie können Ihre Apps ausschließlich aus dem App-Store laden. Apple überprüft dabei jede Software im App Store (im Gegensatz zu Google bzw. Android App Stores, wo jeder seine Apps einfach hochladen kann). Neue Programme bzw. Apps werden bei Apple erst zur Nutzung freigegeben, wenn alles geprüft  in Ordnung ist.
  • Das Betriebssystem iOS ist zudem gut gegen Angriffe geschützt. Durch das sogenannte Sandboxing ist das eigentliche System gut gegen Angriffe abgeschirmt.

Frage 2: Wie sicher ist das Betriebssystem von Apple?

Das Betriebssystem gilt als sehr sicher. Von Anfang an legte Apple bei all seinen Systemen hohen Wert auf Sicherheit. Das System ist durch seine Architektur und das so genannte Sandboxing prinzipiell von Angriffen geschützt, beziehungsweise  ist es für Hacker im Vergleich zu zum Beispiel Windows sehr schwierig auf das System zuzugreifen. Das Betriebsystem von Apple gilt als sehr sicher.

Frage 3: Ist mein iPhone auch bei einem Jailbreak noch sicher?

Der JailBreak macht das iPhone auf jeden Fall unsicher. Durch ihn kann man iOS Apps auch ohne den App Store installieren.  Theoretisch ist es dadurch natürlich auch möglich Schadsoftware zu installieren. Der JailBreak macht es also möglich Software frei zu installieren und dieser Betriebssystem Eingriff erhöht also die Wahrscheinlichkeit, dass Maleware auf das iPhone gelangt. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Trojaner TinyV der sich 2015 über illegale Versionen von iOS Spielen verbreitete. Hinsichtlich der iPhone Sicherheit ist ein JailBreak daher Nicht zu empfehlen. Das iPhone ist also nach einem JailBreak nicht mehr sicher.

Frage 4: Sind meine Nutzerdaten auch ohne AntiVirus sicher?

Sicherheit das iPhones und Datenschutz hinsichtlich der Nutzerdaten auf dem iPhone sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Durch die Architektur des Systems und die Sicherheit das App Stores ist ihr iPhone grundsätzlich sehr gut geschützt, Allerdings schützt dies nicht davor, dass Ihre Nutzerdaten ausgelesen werden. Beim iPhone sind also weniger Malware über Apps das Problem, als Apps die Nutzerdaten ausspähen. Zum Beispiel einige Tools bzw. Apps wie „Find & Call“  die das Adressbuch des iPhone Nutzers heimlich kopierten und auf ein Spam Server hochluden. Diese Apps wurden allerdings durch Apple schnell unterbunden und die Apps aus dem App Store entfernt. Seither hat Apple bei jedem Update den Sicherheit Status des Systems weiter verbessert. Apple hat also Schutz der privaten Daten seit dem Start enorm verbessert.  So sind die Freigabe der Daten mittlerweile nur noch über die Systemeinstellungen möglich. Allerdings ist Apple machtlos wenn einer App freiwillig Zugriff durch den Nutzer z.B. auf das Adressbuch gewährleistet wird. Wenn zum Beispiel eine Social Media App ausdrücklich den Zugriff auf das Adressbuch verlangt um zu funktionieren. Hiermit ist der Nutzer selbst verantwortlich auf seine eigene Datensicherheit zu achten. Ein Antivirus Programm würde an dieser Logik allerdings nicht ändern.

Frage 5: Wir gefährlich sind Cloud Dienste für das iPhone & kann ein Virenschutz hier helfen?

Hier sieht es anders aus. Durch Cloud Speicher wie Dropbox Google Drive & Co. laden sich ungeprüfte Dateien auf Ihr Smartphone. Gleiches gilt für E-Mail Anhänge oder zum Beispiel SMS die Schädlinge auf das Device laden können. D.h. Das prinzipiell eine Gefahr besteht wenn sie häufig klaut Dienste Nutzen Oder Ihre E-Mails auf dem Handy empfangen (was heute natürlich durchaus üblich ist). Cloud Dienste und E-Mail Services sind also prinzipiell gefährlich,hier kann eine Antivirus Software Abhilfe schaffen.

Frage 6:  Welche Anti Virus Anbieter gibt es überhaupt für das iPhone?

Da das iPhone an sich schon sehr sicher ist, gibt es nicht so viele Anbieter wie z.B. für das Betriebssystem Windows. Hier aber dennoch einige Anti-Virus Anbieter für das iPhone:

 

Frage 7: Ist ein VPN sinnvoller als eine Antivirus-Software?

Es gibt außer Antivirensoftware aber noch andere iOS-Tools, die die Sicherheit seines iPhone zu gewährleisten versuchen. Um z.B. an öffentlichen Orten wie in einem Internet-Café sicher zu surfen,  ist beispielsweise eine VPN-Lösung empfehlenswert. Diese schützt wie eine zusätzliche Schutzschicht ein- und ausgehende Datenverbindungen. Opera bietet beispielsweise seit geraumer Zeit seine kostenlose Lösung “ Opera VPN „.

Bei Firmen-Nutzern ist VPN längst Standard, Privatanwender können beispielsweise eine VPN-Verbindung zu ihrer Fritzbox aufbauen oder zu einem der unzähligen freien VPN-Dienste greifen. Wobei sich hier übrigens der Kreis zur Antivirensoftware schließt: Immer mehr Antivirensoftwarehersteller bieten nämlich neben ihren Malware-Scannern auch VPN-Dienste an. VPN Software schützt sie also in anderen Bereichen und macht zusätzlich zur Antiviren Software Sinn.

Zusammenfassung: Ist ein Virenschutz für das iPhone nun sinnvoll?

Obwohl das Betriebssystem von Apple sowie der App Store grundsätzlich sehr sicher sind Macht es dann noch senden zusätzliche Services wie anti Virus Software und VPN Dienste zu nutzen. Denn unabhängig von Apps und Hackerangriffen kann Schadsoftware über Cloud Dienste oder offene WLAN Spot und E-Mail-Anhänge sowie SMS auf Ihr Gerät gelangen. Es gilt also: Ihr iPhone ist sicher, allerdings gilt es grundsätzlich bei Dateien und Anhängen vorsichtig zu sein. Hier können Antivirus Software und VPN Dienste neben dem gesunden Menschenverstand helfen, die Sicherheit auf ihrem Gerät zu gewährleisten. Wenn Sie also regelmäßig Cloud Dienste nutzen oder E-Mails auf ihrem Gerät empfangen oder aber auch häufig freie WLAN-Netzw nutzen ist es ratsam für vollständige Sicherheit einen VPN-Dienst und einer Antivirensoftware zu verwenden.

Zusätzlich hier noch einige einfache Tipps von botfrei.de wie Sie ihr iPhone grundsätzlich absichern können:

  • Verzichten Sie auf Manipulation des Gerätes mittels Jailbreak.
  • Halten Sie immer das Betriebssystem aktuell.
  • Laden Sie Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen herunter.
  • Öffnen Sie keine Kurznachrichten oder Messengermeldungen von unbekannten Absendern, bzw. folgen Verlinkungen unbekannter Herkunft.
  • Installieren Sie eine Antiviren-Lösung auf dem iOS-Gerät.

 

Weitere Quellen:

Virenschutz: iPhone-Antivirus-Apps sinnvoll oder überflüssig?

http://praxistipps.chip.de/virenschutz-fuers-iphone-sinnvoll-oder-unnoetig_1668

https://www.macwelt.de/ratgeber/Antivirus-iPhone-IOS-VPN-9944311.html

 

Recht auf Vergessen im Internet – weshalb es wichtig ist

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Nutzer hinterlassen beim Zugriff auf das Internet Spuren – und zwar oftmals ganz persönliche Spuren. Doch häufig ist ihnen dies überhaupt nicht bewusst. Das sollte es aber, denn in Abhängigkeit von den jeweiligen Spuren bzw. den dahinter stehenden Informationen, ist dies nicht unbedenklich. Deutlich wird dies daran, dass es inzwischen zahlreiche Internetaktivisten gibt, die sich für ein „Recht auf Vergessen“ aussprechen.

Die Idee eines solchen Rechts ist schnell erklärt. Sie sieht vor, dass Nutzer dazu berechtigt sind, einst hinterlassene Spuren entfernen zu lassen, damit diese für andere Internetnutzer nicht mehr auffindbar sind.

Beispiele zu persönlichen Spuren im Internet

Es kann z.B. sein, dass ein Nutzer einen Kommentar in einem Blog hinterlässt und dabei seinen echten Namen, d.h. sogenannten Klarnamen, angibt. Mithilfe von Suchmaschinen wäre es durchaus möglich, Personen oder auch deren einst getätigte Aussagen im Netz aufzuspüren. Gerade im Social Media Umfeld ist dieses Problem mittlerweile sehr verbreitet – selbst innerhalb geschlossener Systeme, wie z.B. Facebook. Nach außen hin mögen Einträge zwar nicht sichtbar sein, aber für Mitglieder einer solchen Community eben schon.

Nun werden einige Personen vielleicht meinen, dass ihnen so etwas nicht passieren könnte. Allerdings müssen die Informationen gar nicht immer von einem selbst in das Internet getragen werden. Selbiges kann ebenso durch Journalisten oder andere Personen passieren. Kritisch wird es, wenn es sich dabei um negative Berichterstattung handelt.

Rechtlicher Hintergrund

In vielen anderen Lebensbereichen ist das „Recht auf Vergessen“ schon seit langer Zeit anzutreffen, auch wenn einem dies nicht immer bewusst ist. Ein gutes Beispiel sind Einträge in polizeilichen Registern oder Verkehrssünderdatenbanken. Dort werden Einträge nach einigen Jahren wieder gelöscht. Im Internet kann es jedoch sein, dass Einträge für die Ewigkeit anzutreffen sind.

Als Folge scheint es logisch, dass sich Politiker und insbesondere Rechtsexperten mit der Frage beschäftigen müssen, in welcher Form sich solch ein Recht auch für das Internet verankern lässt. In Anbetracht der Tatsache, dass in diesem Zusammenhang viele weitere Rechtsbereiche zu berücksichtigen sind, gestaltet sich dies allerdings gar nicht so leicht.

Handhabung in der Praxis

Eine Rechtsgrundlage, die quasi im gesamten Web anzuwenden ist, gibt es derzeit noch nicht. Dennoch wurden z.B. schon Betreiber von Suchmaschionen oder Social Media Plattformen von gesetzeswegen dazu gebracht, bestimmte Einträge zu entfernen. In solchen Fällen gehen die Beschlüsse auf Gerichtsentscheidungen zurück. Hoheitliche Gerichtsentscheidungen gab es bislang jedoch nur wenige und auf deren Basis ist es bislang noch nicht gelungen, einen klaren Rechtsrahmen zu schaffen.

Für Betroffene bedeutet dies, im Ernstfall den Rechtsweg einschlagen zu müssen. Dies kann zwar aufwendig sein, aber unter Umständen bleibt keine Wahl. Besser wäre es natürlich, überhaupt kein Risiko einzugehen bzw. gar keine Spuren im Internet zu hinterlassen. Innerhalb eines gewissen Rahmens ist dies möglich – und zwar ohne gleich vollständig auf die Nutzung des Internets verzichten zu müssen.

Eine zentrale Rolle hierbei spielt das persönliche Verständnis. Wer sich nicht nur mit den Vorzügen des Internets, sondern auch mit den Risiken auseinandersetzt, wird relativ schnell verstehen, weshalb es in manchen Fällen besser sein kann, bestimmte Dinge im Netz nicht zu äußern. Übrigens geht es hierbei keineswegs nur um Äußerungen, die Veröffentlichung von Fotos oder Videos ist selbstverständlich eingeschlossen.

Was ist Datenschutz, was kann man darunter verstehen?

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Lange Zeit war das Thema Datenschutz für die Betreiber von Webseiten ein Fremdwort. Doch in den vergangenen Jahren hat sich dies grundlegend geändert. Inzwischen führt kein Weg daran vorbei, sich mit datenschutzrelevanten Themen zu beschäftigen. Wer hierauf verzichtet, geht ein großes Risiko ein. Es drohen Abmahnungen und Bußgelder. Folglich ist es umso wichtiger, zumindest über die Basics Bescheid zu wissen.

Beispiele für relevante Bereiche

Viele Seitenbetreiber sind sich der Problematik zwar bewusst, kennen aber die Ursachen nicht. D.h. ihnen ist nicht bekannt, wo die eigentlichen Risiken lauern und weshalb sie z.B. dazu verpflichtet sein können, Datenschutzhinweise anzubringen. Zum besseren Verständnis möchten wir zwei Beispiele anführen.

Da wäre zunächst die Auswertung des Website-Traffics. Tools, wie z.B. Google Analytics, erheben weitaus mehr Daten, als den meisten Webmastern bewusst ist. Hierzu zählen unter anderem IP-Adressen. Die Auswertung der IP-Adressen kann es in Verbindung mit anderen Daten gestatten, einzelne Nutzer exakt zu identifizieren. D.h. aufgrund von Tracking-Tools ist ggf. kein ausreichender Datenschutz gewährleistet.

Ein weiteres Beispiel ist die Erfassung von Kundendaten. In Online-Shops führt hieran kein Weg vorbei, diese Daten werden zwangsläufig benötigt, um beispielsweise Pakete adressieren zu können. Gerade wenn Seitenbetreiber mit solchen Daten in Berührung kommen, ist es ungemein wichtig, die Vorschriften des Datenschutzes einzuhalten.

Datenschutz in der Praxis

Wer nun meint, all diese Themen seien nicht so wichtig, liegt falsch. Immerhin ist der Datenschutz im Gesetz verankert. Egal ob in der Schweiz, der EU oder gar den USA. Im Lauf der vergangenen Jahre sind zahlreiche Gesetze entstanden, die Seitenbetreibern maßgeblich vorschreiben, wie sie mit welchen Daten umzugehen haben. Rechtsgrundlage sind übrigens stets die Persönlichkeitsrechte. Eins sicherer und verantwortungsbewusster Umgang mit personenbezogenen Daten soll sicherstellen, dass die Persönlichkeitsrechte der Internetnutzer nicht verletzt werden.

Ein übrigens sehr spannendes Thema ist der internationale Datenschutz. Trotz ähnlicher Grundidee sieht die rechtliche Umsetzung in den einzelnen Ländern zum Teil ganz verschieden aus. Zur Vereinfachung des internationalen Datenaustauschs wurden bereits Abkommen geschlossen, wie z.B. das Safe-Harbour Abkommen zwischen der EU und den USA – das aufgrund einer späteren Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für unzureichend erklärt wurde.

Was Unternehmen tun müssen

Gerade für Unternehmen ist es wichtig, sich abzusichern. In erster Linie bedeutet dies, die eigenen Prozesse im Hinblick auf den Datenschutz zu beleuchten und herauszufinden, ob die geltenden Bestimmungen eingehalten werden.

In der Praxis ist es nicht ungewöhnlich, dass ein Datenschutzbeauftragter bestellt wird. Er ist ein Experte und daher mit den Vorschriften des Datenschutzes bestens vertraut. In größeren Unternehmen wird diese Aufgabe häufig von eigenen Mitarbeitern übernommen. Kleine und mittlere Unternehmen ziehen es häufig vor, sich von externen Fachkräften unterstützen zu lassen. In solchen Fällen ist auch häufig von einem externen Datenschutzbeauftragten die Rede.