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Lange Zeit war das Thema Datenschutz für die Betreiber von Webseiten ein Fremdwort. Doch in den vergangenen Jahren hat sich dies grundlegend geändert. Inzwischen führt kein Weg daran vorbei, sich mit datenschutzrelevanten Themen zu beschäftigen. Wer hierauf verzichtet, geht ein großes Risiko ein. Es drohen Abmahnungen und Bußgelder. Folglich ist es umso wichtiger, zumindest über die Basics Bescheid zu wissen.

Beispiele für relevante Bereiche

Viele Seitenbetreiber sind sich der Problematik zwar bewusst, kennen aber die Ursachen nicht. D.h. ihnen ist nicht bekannt, wo die eigentlichen Risiken lauern und weshalb sie z.B. dazu verpflichtet sein können, Datenschutzhinweise anzubringen. Zum besseren Verständnis möchten wir zwei Beispiele anführen.

Da wäre zunächst die Auswertung des Website-Traffics. Tools, wie z.B. Google Analytics, erheben weitaus mehr Daten, als den meisten Webmastern bewusst ist. Hierzu zählen unter anderem IP-Adressen. Die Auswertung der IP-Adressen kann es in Verbindung mit anderen Daten gestatten, einzelne Nutzer exakt zu identifizieren. D.h. aufgrund von Tracking-Tools ist ggf. kein ausreichender Datenschutz gewährleistet.

Ein weiteres Beispiel ist die Erfassung von Kundendaten. In Online-Shops führt hieran kein Weg vorbei, diese Daten werden zwangsläufig benötigt, um beispielsweise Pakete adressieren zu können. Gerade wenn Seitenbetreiber mit solchen Daten in Berührung kommen, ist es ungemein wichtig, die Vorschriften des Datenschutzes einzuhalten.

Datenschutz in der Praxis

Wer nun meint, all diese Themen seien nicht so wichtig, liegt falsch. Immerhin ist der Datenschutz im Gesetz verankert. Egal ob in der Schweiz, der EU oder gar den USA. Im Lauf der vergangenen Jahre sind zahlreiche Gesetze entstanden, die Seitenbetreibern maßgeblich vorschreiben, wie sie mit welchen Daten umzugehen haben. Rechtsgrundlage sind übrigens stets die Persönlichkeitsrechte. Eins sicherer und verantwortungsbewusster Umgang mit personenbezogenen Daten soll sicherstellen, dass die Persönlichkeitsrechte der Internetnutzer nicht verletzt werden.

Ein übrigens sehr spannendes Thema ist der internationale Datenschutz. Trotz ähnlicher Grundidee sieht die rechtliche Umsetzung in den einzelnen Ländern zum Teil ganz verschieden aus. Zur Vereinfachung des internationalen Datenaustauschs wurden bereits Abkommen geschlossen, wie z.B. das Safe-Harbour Abkommen zwischen der EU und den USA – das aufgrund einer späteren Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für unzureichend erklärt wurde.

Was Unternehmen tun müssen

Gerade für Unternehmen ist es wichtig, sich abzusichern. In erster Linie bedeutet dies, die eigenen Prozesse im Hinblick auf den Datenschutz zu beleuchten und herauszufinden, ob die geltenden Bestimmungen eingehalten werden.

In der Praxis ist es nicht ungewöhnlich, dass ein Datenschutzbeauftragter bestellt wird. Er ist ein Experte und daher mit den Vorschriften des Datenschutzes bestens vertraut. In größeren Unternehmen wird diese Aufgabe häufig von eigenen Mitarbeitern übernommen. Kleine und mittlere Unternehmen ziehen es häufig vor, sich von externen Fachkräften unterstützen zu lassen. In solchen Fällen ist auch häufig von einem externen Datenschutzbeauftragten die Rede.

Was ist Datenschutz, was kann man darunter verstehen?

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